Blutdrucksenker: Auf den richtigen Einnahmezeitpunkt kommt es an!

Bluthochdruck ist in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt eine der größten Gefahren schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Antihypertensiva helfen, den Blutdruck zu senken und Komplikationen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle usw. Aber wie jedes Medikament haben blutdrucksenkende Medikamente Nebenwirkungen. Das Gute ist jedoch, dass Sie als Patient einige dieser Probleme selbst beeinflussen und verhindern können. Denn: Wann es zum Beispiel eingenommen wird, hängt auch vom richtigen Zeitpunkt ab!

Blutdrucksenker: Das sind die Nebenwirkungen

Je nach individuellem Bedarf gibt es verschiedene blutdrucksenkende Medikamente, die alle unterschiedliche Blutdrucksenker Nebenwirkungen haben können. Aber sie alle haben ein paar Dinge gemeinsam:

  • Schwindel und Benommenheit
  • Niedriger Blutdruck
  • Allergien und Hautreaktionen
  • Magen-Darm-Probleme wie Durchfall oder Verstopfung und Übelkeit

Was ist, wenn Nebenwirkungen auftreten?

So können Sie vieles selbst tun – immer nach Rücksprache mit einem Arzt! – Achte auf den Einnahmezeitpunkt und ändere ihn eventuell und passe ihn deinem eigenen Lebensrhythmus an. Wenn Sie beispielsweise nachts hohen Blutdruck haben, ist es ratsamer, das Medikament abends einzunehmen.

Ansonsten sollten Sie trotz der Nebenwirkungen Ihr blutdrucksenkendes Medikament niemals selbst absetzen! Informieren Sie Ihren Arzt immer direkt, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken. Zusammen können Sie sehen, ob Sie:

  • Wählen Sie ein Medikament eines anderen Herstellers
  • den Wirkstoff oder die Zubereitungsform ändern
  • die Dosierung ändern oder
  • Verschieben Sie die Verwaltungszeit.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an!

Wir haben es oben schon erwähnt: Auch das Timing kann entscheidend sein! Denn wenn Sie nachts unter Blutdruck leiden, nehmen Sie Ihre Tablette morgens besser nicht ein. Zu dem Ergebnis kamen kürzlich spanische Forscher. Wissenschaftler um Ramón Hermida von der Universität Vigo haben die menschliche Körperuhr und den Einfluss von Blutdruckmedikamenten genauer unter die Lupe genommen und spekulieren, dass die Verwendung der Substanzen von Person zu Person unterschiedlich sein kann.

Vor allem aber stellen hohe Werte in der Nacht ein erhebliches Risiko für Herz und Kreislauf dar.

Untersucht wurden die Werte von 19.000 Teilnehmern. Bei der Person, die die Tablette am Abend einnahm, wurde nachts und tagsüber ein deutlich niedrigerer Blutdruck festgestellt.

Wenn Sie jedoch meistens morgens oder tagsüber hohen Blutdruck haben, können Sie sich an die morgendliche Einnahme halten.

Wichtig ist, dass Sie eventuelle Wetterumschwünge mit einem Arzt abklären! Nur eine Langzeit-Blutdruckmessung kann genaue Werte liefern und zeigen, wann die Einnahme für den Einzelnen am besten geeignet ist.

Nehmen Sie Ihre Tablette jedoch immer regelmäßig ein: zu jeder Zeit, die Sie mit Ihrem Arzt entscheiden, halten Sie sich daran. Unregelmäßiger Konsum kann den Körper belasten.

Seien Sie besonders vorsichtig mit Wassertabletten: –

Einige Patienten nehmen gegen Bluthochdruck Wassertabletten, sogenannte Diuretika. Vor allem beim Wirkstoff Hydrochlorothiazid kommt neben den üblichen Nebenwirkungen von blutdrucksenkenden Medikamenten noch eine weitere Nebenwirkung hinzu: Die Haut wird lichtempfindlicher.

Das bedeutet: Ohne Schutz können Patienten schneller einen Sonnenbrand bekommen. Auch “Sonnenallergien” in Form von roten Pusteln können auftreten.

Sind Sie betroffen und nehmen Sie solche Medikamente? Meiden Sie daher insbesondere die starke Mittagssonne. Auch Sonnencreme und lichtbeständige Kleidung helfen, diese Nebenwirkung zu verhindern. Außerdem gilt: Je kleiner man unter praller Sonne ist, desto besser. Außerdem schützt es die Haut vor Hautkrebs. Hier wird eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge empfohlen.

Ist das auch ohne Medikamente möglich?

Nach Rücksprache mit einem Arzt können Sie auch ohne Tabletten durch geeignete Maßnahmen versuchen, Ihren Blutdruck selbst wieder unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings kann es anfangs etwas Disziplin erfordern. Denn neben regelmäßiger Bewegung (wie leichte Ausdauersportarten – Experten empfehlen mindestens 30 Minuten Bewegung am Tag) kann auch eine Ernährungsumstellung auf salzarme Ernährung helfen. Sie sollten auch auf Alkohol und Rauchen verzichten, da beides Ihren Blutdruck erhöht.

Und auch wenn Sie weiterhin blutdrucksenkende Medikamente einnehmen: Um Nebenwirkungen zu vermeiden, gelten folgende Regeln: Bitte nehmen Sie außerdem niemals ein

blutdrucksenkende Medikamente mit Alkohol! Hier müssen Sie ein Intervall von mehreren Stunden einplanen.

Bei blutdrucksenkenden Medikamenten ist die Konsultation eines Arztes immer äußerst wichtig: Denn der Körper passt sich an das Medikament an. Auch bei Nebenwirkungen gilt: Besprechen Sie Veränderungen mit einem Arzt und gehen Sie langsam vor, anstatt zu schnell etwas zu ändern.

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