Wer gründet hat, hat viel zu tun. Da denkt kaum ein Gründer an Weiterbildung, allein wegen des Zeitmangels. Was jetzt Zeit kostet, die Weiterbildung, kann in Zukunft Zeit sparen. Worauf kommt es an, wenn sich der Gründer selber oder seine Mitarbeiter weiterbilden möchte?

Stetige Weiterbildung ist unverzichtbar.

Es gibt einen guten Spruch dazu: „Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt das, was er ist.“ Hört sich nach einem dummen Spruch an, es steckt aber einiges an Wahrheit darin. Gründer legen ihren Fokus auf das Kerngeschäft, was wichtig und gut so ist.

Es gibt einiges, was sich rund um den Kern des Geschäftes abspielt, was ebenfalls wichtig ist für den Unternehmenserfolg, wie die Finanzen oder das Businessmanagement. Die Preise müssen gut kalkuliert sein. Es muss ein Businessplan erstellt werden. Der Plan muss stetig gepflegt und angepasst werden. Das Unternehmen sollte an Bekanntheit gewinnen. Fazit: Ein Gründer hat viel zu tun und kann sich nicht in allen Bereichen eines Unternehmens gut auskennen.

Daher ist es gut, hin und wieder in eine Fortbildung zu investieren. Dabei muss das Ziel nicht sein, in einem Bereich, der einem bisher nicht liegt, Profi zu werden. Es gibt für jeden Bereich Profis, intern oder extern. Es schadet aber nicht, die Grundlagen zu kennen, um die Zusammenhänge zu verstehen und gute Unternehmensentscheidungen zu treffen.

  1. Ratschlag: Für Weiterbildungen gibt es Förderungen.

Gründer scheuen sich davor, das Unternehmen mit den oft hohen Kosten für eine solche Weiterbildung zu belasten. Nicht aufgeben, sondern einmal überprüfen, ob es Fördermittel gibt, die beantragt werden können.

Es gibt geförderte Weiterbildungen, für die man einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit beantragen kann.

  1. Ratschlag: Weiterbildungen gibt es online und sogar kostenlos.

Eine gute Weiterbildung muss nicht an einem bestimmten Ort stattfinden. Es kann online enorm viel Wissen weitergegeben werden. Seit der Corona-Krise wächst die Zahl der Angebote für Online-Weiterbildung ständig.

Ausschau halten nach kostenlosen Weiterbildungsprogrammen. Wenn 30 Minuten ein Thema besprochen wird, können nützliche Tipps dabei sein. Es ist falsch, dass eine gute Weiterbildung immer etwas kosten muss.

Gerade wer neu gegründet hat und das Finanzpolster der Firma noch dünn ist, sollten kostenlose Angebote nicht ausgeschlagen werden. Eine kostenlose Weiterbildung ist oft besser als gar keine Weiterbildung. Auf diesem Weg können sich Gründer einen Überblick über verschiedene Themen aneignen. Später können einzelne Themen fokussierter und tiefer angeschaut werden.

  1. Ratschlag: Investieren in Soft Skills als Grundlage.

Der Gründer ist mit einer guten Idee, Kreativität und Mut zum Risiko gestartet. Als Gründer sind weitere Fähigkeiten gefragt, die nicht jeder Gründer hat. Welche Soft Skills braucht ein erfolgreicher Gründer? Welche Themen findet man in einer entsprechenden Leadership Weiterbildung? Beispielsweise:

– Ausdauer

– Initiative/ Leadership

– Selbstbewusstsein

– Verhandlungsgeschick/ Überzeugungsfähigkeit

– Zeitmanagement und Delegationsvermögen

Die meisten Menschen, auch Gründer, können sich selbst in einem oder mehrerer dieser Punkte verbessern. Die Investition in Soft Skills ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Auf lange Sicht gesehen, holen Gründer so das Beste aus sich selber und ihrem neuen Unternehmen heraus. Danach können sich Gründer um weitere Fortbildungen kümmern, wie das Social Selling.

  1. Ratschlag: Nicht die Fortbildung der Mitarbeiter vergessen.

Fortbildungen für den Gründer sind wichtig, aber auch die Fortbildungen der Mitarbeiter haben viele Vorteile:

– Die Produktivität der Mitarbeiter steigt.

– Die Ressourcen werden effizienter eingesetzt.

– Mitarbeiter, die in ihrem Gebiet auf dem aktuellen Stand sind, sind innovativer.

– Mitarbeiter fühlen sich durch Fortbildungen wertgeschätzt.

– Mitarbeiter fühlen sich durch Schulungen motiviert.

– Schulungen steigen die Bindung zum Unternehmen.

– Kompetente Mitarbeiter sind verstärkt in der Lage, die Kunden zufrieden zustellen.

Fazit: Die Weiterbildung der Mitarbeiter lohnt sich in vielen Bereichen und macht sich für das Unternehmen bezahlt.

  1. Ratschlag: Die Weiterbildung ist ein fortlaufender Prozess.

Viele Gründer möchten, dass ihr Unternehmen wächst, neue Märkte erobert, an der Spitze der Branche steht und mit den Mitbewerbern gut Schritt halten kann. Eine Grundlage für ein gut wachsendes Unternehmen ist, dass die Mitarbeiter mitwachsen.

Durch regelmäßige Weiterbildungen bleiben alle auf dem neusten Stand, egal ob technisch, betriebswirtschaftlich oder bei den Soft Skills. Gut geschulte Mitarbeiter haben weniger das Bedürfnis, zu innovativeren Unternehmen abzuwandern.

Wenn Gründer regelmäßig an ihren Soft Skills und ihrem Leadership arbeiten, wachsen sie an ihren Aufgaben. Mit der Zeit werden die Fähigkeiten immer öfter eingesetzt und verfeinert. Gut geschult sind Gründern auch schweren Aufgaben gewachsen und können sich in jeder Situation selber helfen. So sind Kreditverhandlungen mit der Bank genauso wenig ein Schreckensszenario wie Vertragsgespräche mit neuen Geschäftspartnern. Fazit: Erfolg kann man lernen.

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